AI Visibility ist jetzt das eigentliche Schlachtfeld
Im SEO dreht sich gerade fast alles um AI search visibility, nicht mehr um das übliche Auf und Ab bei den klassischen blauen Links. Search Engine Journal berichtet, dass Google-Suchchefin Liz Reid Personalisierung und Preferred Sources als Chance für kleinere Publisher sieht, in AI-basierten Ergebnissen sichtbarer zu werden. Belastbare öffentliche Belege dafür fehlen allerdings noch. Search Engine Roundtable griff dasselbe Interview am 29. Juni auf. Dort sagte Reid, Google wolle, dass „great content“ weiterhin in Search und in AI-Erlebnissen auftaucht. Heißt im Klartext: Kleine Websites sollten nicht irgendeinem allgemeinen AI-Muster hinterherlaufen. Entscheidend sind erkennbare Expertise, wiederkehrende Leserinnen und Leser und gute Gründe, warum Nutzer genau diese Quelle bevorzugen.
Die Daten in der Search Console bleiben lückenhaft
In der eigenen Search Central-Dokumentation schreibt Google, dass die neuen Search Generative AI performance reports Impressionen aus AI, Seiten, Länder, Geräte und Zeiträume anzeigen. Search Engine Land weist aber darauf hin, dass der Rollout weiter schrittweise läuft und keine Klickdaten enthält. Website-Betreiber sehen also, ob Seiten in AI Overviews oder im AI Mode erscheinen, aber nicht, ob darüber tatsächlich Besucher kommen. Nützlich, ja. Vollständig, nein.
Die Rankings beruhigen sich nach der Spam-Phase
Die SERP-Volatilität nimmt ab: Gestern lag der Schlusswert bei 4.5/10, der heutige Zwischenstand bei 4.2/10. Auch der 30-Tage-Trend zeigt nach unten, nachdem es zwischen dem 25. und 28. Juni spürbar unruhiger war. Ein wichtiger Hinweis bleibt: Das Spam Update vom Juni 2026 wurde am 26. Juni abgeschlossen. SEJ betont, dass es weltweit ausgerollt wurde. Wer Traffic auswertet, sollte die Tage vom 24. bis 26. Juni deshalb getrennt von allem betrachten, was danach passiert ist.
Was Sie jetzt tun sollten
- Prüfen Sie in der Search Console, ob der AI-Report bereits verfügbar ist, aber bewerten Sie Impressionen ohne Klicks nicht über.
- Schreiben Sie Meta Descriptions für wichtige Seiten, nicht für jede einzelne. Google’s John Mueller hat gesagt, dass sie nicht zwingend nötig sind, aber helfen, den Fokus einer Seite klarer zu machen.
- Erstellen Sie Seiten, die Nutzer bewusst als bevorzugte Quelle wählen würden, konkret, nützlich und mit klarer Autorenschaft.