Dritte Welle unbestätigter Ranking-Schwankungen
Am Wochenende gerieten die Google-Rankings erneut ins Wanken. Am Samstag, dem 24. Oktober, meldeten viele externe Tracking-Tools deutliche Schwankungen. Zuvor hatte es bereits am 20. und 21. Oktober sowie am 16. Oktober Hinweise auf unbestätigte Updates gegeben. Bei Website-Betreibern wächst die Unruhe. In einem Forenbeitrag ist von „massiven Einbrüchen bei allen Websites, die ich beobachte“ die Rede. Andere berichten, dass große Verlage offenbar die vorderen Plätze übernehmen. Google hat kein Update bestätigt.
Unser Tracker passt zu diesen Berichten. Die Ranking-Schwankungen liegen seit einem vollen Monat im mittleren bis hohen Bereich. Anfang Oktober erreichten sie mit knapp 7,9 ihren Höchststand. Seither lagen die Werte meist knapp über 7 und ziehen nun wieder an. Der heutige, noch vorläufige Wert von 7,1 zeigt, wie weit die Tracker auseinanderliegen: Serpstat und Wincher melden 10/10, SimilarWeb dagegen 2,9.
Bahnt sich ein größeres Update an?
Die Daten sind derzeit mit Vorsicht zu genießen: Die Tracking-Ergebnisse sind unzuverlässig. Laut Nozzle liefert Google bei automatisierten Anfragen zum Teil vollständige, aber falsche Ergebnisse. In der Spitze betraf das 25 % der Ergebnisse. Die Prognosen deuten dennoch in dieselbe Richtung. Ein Modell des Search Engine Journal sieht Ende Oktober bis Mitte November als wahrscheinlichsten Zeitraum für ein Update. Es erwartet, dass das nächste Update ähnlich wie Panda vorgeht und massenhaft erstellte KI-Inhalte mit geringem Mehrwert ins Visier nimmt. Konkret: Besonders gefährdet sind Websites, die viele KI-generierte Seiten mit wenig zusätzlichem Nutzen veröffentlichen.
Kleine Neuerung heute
Für Werbetreibende gibt es eine neue Hilfeseite von Google. Darin heißt es: „Rezensionszusammenfassungen in der Suche sind KI-generierte Zusammenfassungen von Online-Rezensionen, die direkt in Ihren Suchanzeigen erscheinen.“
Was Sie jetzt tun sollten
- Prüfen Sie die Klickzahlen in der Search Console, statt sich auf Tracking-Tools zu verlassen. Deren Messwerte sind derzeit unzuverlässig.
- Prüfen Sie Ihre mit KI-Unterstützung erstellten Seiten. Google betont inzwischen, dass alle KI-generierten Inhalte unbedingt manuell geprüft werden müssen, auch auf sachliche Richtigkeit.
- Entfernen Sie erfundene Autorenangaben. Google fordert dazu auf, „irreführende Angaben zur Urheberschaft zu vermeiden“.