Unruhe im SERP-Wetter
Google-Rankings zeigen erneut deutliche Schwankungen. Search Engine Roundtable meldete eine neue Welle von Ranking-Volatilität am 27. und 28. April. Verschiedene Tracking-Tools und Diskussionen in der SEO-Branche verweisen auf größere Verschiebungen in den Ergebnissen. Das passt zum Live-Muster hier im Dashboard: Nach einer ruhigeren Phase um den 20. und 21. April ziehen die Kurven jetzt wieder spürbar an – und das bereits seit mehreren Tagen. Der aktuelle Wert liegt bei 5/10. Kein Grund zur Panik, aber es herrscht eindeutig Bewegung.
Das bedeutet für Seitenbetreiber meist: Wer Traffic-Veränderungen bemerkt, ist vermutlich nicht allein. Offenbar justiert Google die Ergebnisse wieder neu, teils gezielt in bestimmten Bereichen. Auch Search Engine Land berichtet, dass das Core Update im März 2026 ausgeprägtere Turbulenzen ausgelöst hat als die vorherige Aktualisierung. So erklärt sich, warum viele die Nachwirkungen weiterhin beobachten.
Google verschärft Richtlinien
Klarer zu fassen ist aktuell die Durchsetzung der Regeln. Laut Search Engine Roundtable warnt Google nun explizit vor Back-Button-Hijacking – also Methoden, mit denen Nutzer am Verlassen einer Seite gehindert oder beim Navigieren eingeschränkt werden. Wie Search Engine Land berichtet, gibt es für betroffene Seiten eine Frist bis zum 15. Juni 2026, um solche Codes zu entfernen, sonst drohen manuelle Spam-Bewertungen oder automatische Rankingverluste. Heißt konkret: Wenn auf Ihrer Seite aggressive Popups, erzwungene Weiterleitungen oder Skripte eingesetzt werden, die das Verlassen der Seite erschweren, sollten Sie diese Funktionen umgehend entfernen.
Auch die Search Central-Dokumentation wurde angepasst: Für Education Q&A Structured Data entfällt nun die Opt-out-Möglichkeit. Das beeinflusst keine Rankings direkt, zeigt aber, wie Google laufend kleine Anpassungen vornimmt – häufig zunächst in der Dokumentation.
Was jetzt tun?
- Prüfen Sie Ihre Analytics-Daten gezielt für den 27. und 28. April, nicht nur im Tagesvergleich.
- Überprüfen Sie alle störenden Skripte, etwa Navigationseinschränkungen, Redirects oder Overlays.
- Nicht auf jede Ranking-Änderung sofort reagieren – beobachten Sie Trendentwicklungen über mehrere Tage.
- Strukturierte Daten prüfen, besonders bei Bildungsinhalten oder wenn Sie auf Rich Results setzen.