Rankings beruhigen sich, bleiben aber anfällig
Das SEO-Wetter steht auf windy-cloud: kein Chaos, aber weiter unruhig. Seit dem 23. September liegt die Volatilität im mittleren bis höheren Bereich. In der vergangenen Woche lag sie meist knapp über 7, heute fällt der vorläufige Wert auf 5,9/10. Wichtig: Dieser Wert ist noch nicht final. Das Muster zeigt, dass sich die Rankings etwas beruhigen, von Stabilität kann aber noch keine Rede sein.
Lokale Suche stockt beim Support
Das greifbarste Thema heute betrifft die lokale Suche: Einsprüche im Zusammenhang mit Google-Bewertungen verzögern sich. Laut Search Engine Land nennt Google keinen Termin. Search Engine Roundtable verweist auf das hohe Volumen an Einsprüchen als Ursache. Für kleine Unternehmen ist das relevant, weil fehlende oder problematische Bewertungen Vertrauen, Anrufe und Ladenbesuche beeinflussen können, auch wenn sich die Rankings selbst nicht ändern. Reichen Sie denselben Einspruch nicht mehrfach ein. Dokumentieren Sie die Bewertung, sichern Sie Screenshots und warten Sie, bis die Warteschlange abgearbeitet wird.
Technisches SEO: Auffällige URLs im Blick behalten
Search Engine Roundtable hat außerdem auf eine Google-Diskussion zu eckigen Klammern, Pluszeichen, Leerzeichen und kodierten URLs hingewiesen. Kurz gesagt: URLs, die für Menschen „praktisch identisch“ wirken, können von Systemen als unterschiedlich behandelt werden. Wenn Ihre ecommerce-Filter oder interne Suchseiten Parameter wie filter[] verwenden, sollten Links, Canonicals, Sitemaps und strukturierte Daten durchgehend dasselbe Format nutzen. Widersprüchliche Signale verschwenden Crawling-Budget und sorgen leicht für Verwirrung bei doppelten Seiten.
Der Traffic-Mix verschiebt sich weiter
Search Engine Journal verweist auf Chartbeat-Daten, nach denen die Suche im 3. Quartal 2026 nur noch 12 % der Pageviews nordamerikanischer Publisher ausmachte, nach 21 % im Vorjahr. Das belegt nicht, dass Google jeder Website weniger Traffic geschickt hat. Es ist aber ein klarer Hinweis: Vergleichen Sie Ihre Such-Sessions anhand der tatsächlichen Besuche, nicht nur am Anteil des Gesamt-Traffics. Auch die neuesten Dokumentations-Updates von Google Search Central lenken den Blick wieder auf die Grundlagen, etwa Search Console, Crawlability, Indexierung und API-Limits.
Fazit
Prüfen Sie den Status lokaler Bewertungseinsprüche, bereinigen Sie uneinheitliche URL-Formate und bewerten Sie Such-Traffic nach realen Besuchen statt nach Prozentwerten. Der Himmel klart auf, aber die Rankings bewegen sich noch zu stark für vorschnelle Änderungen.