AI-Antworten bleiben die treibende Wetterlage
Der prägendste Faktor heute ist der Druck durch AI Search auf Publisher. Search Engine Journal berichtet, dass Richter Amit Mehta im Fall Penske Media Google mit der Frage konfrontiert hat, ob die Dominanz in der Suche es dem Unternehmen erlaubt, Inhalte von Publishern in AI-Antworten einzubinden und zugleich weniger Nutzer zu diesen Seiten zurückzuführen. Das betrifft nicht nur große Medienhäuser. Wenn Google mehr Fragen direkt auf der Ergebnisseite beantwortet, müssen alle Website-Betreiber deutlich stärker um den Klick kämpfen.
Google reagiert auf diese Kritik offenbar mit sichtbarer platzierten Links. Search Engine Roundtable berichtete am 26. August, dass Google in AI Mode Link-Karussells für sich entwickelnde Themen ergänzt hat, nachdem solche Elemente bereits in AI Overviews eingeführt wurden. Auch in der eigenen Search Central-Dokumentation rückt Google seit Kurzem den Button Preferred Sources in den Vordergrund. Damit können Publisher ihre Stammleser dazu auffordern, sie als bevorzugte Quelle zu markieren.
Rankings: Unruhig, aber nicht chaotisch
Der heutige partielle Volatilitätswert liegt bei 5,4/10, also im moderat hohen Bereich, aber weit entfernt von einem echten Sturm. Die letzten vollständig abgeschlossenen Tage waren unauffällig, erst heute gab es einen Anstieg. Search Engine Roundtable verwies am 26. August außerdem auf Ranking-Diskussionen nach dem spam update. Das wirkt eher wie Nachbewegung nach dem Rollout der vergangenen Woche, nicht wie ein Beleg für ein neues breites update. Googles dashboard zeigt, dass das August 2026 spam update vom 18. August bis 21. August lief.
Tracking könnte unübersichtlicher werden
Search Engine Land und Search Engine Roundtable haben beide über Googles neue google.com/goto redirects in Suchergebnis-Links berichtet. Für normale Nutzer dürfte sich wenig ändern. Für Rank-Tracker und SEO-Tools könnten Google-Ergebnisse damit schwerer zu scrapen sein. In den kommenden Tagen sind deshalb ungewöhnliche Ausschläge im Reporting möglich.
Was Sie jetzt tun sollten
- Prüfen Sie Search Console im Vergleich zu den Werten vor dem 18. August.
- Binden Sie den Button Preferred Sources ein oder machen Sie ihn sichtbarer, wenn wiederkehrende Leser wichtig sind.
- Reagieren Sie nicht über auf einen einzelnen Tag mit auffälligen Tool-Daten.
- Gestalten Sie Seiten so, dass sich der Klick auch dann lohnt, wenn eine AI-Zusammenfassung die Grundlagen schon vorwegnimmt.