Rankings bleiben unruhig
Die Google-Ergebnisse bewegen sich weiter stärker als üblich. Der heutige Zwischenwert liegt bei 5,8/10, entscheidender ist aber der abgeschlossene Verlauf: Die Volatilität bewegt sich seit dem 5. Mai in einem mittleren bis höheren Bereich, mit einem Höchstwert von 6,9/10 am 9. Mai. Seitdem flacht sie eher seitwärts ab, statt deutlich nachzulassen. Kein Grund zur Panik, aber genau die Art von Woche, in der eine Seite fällt oder steigt, obwohl Sie nichts verändert haben.
Auch Search Engine Roundtable meldete am 8. Mai spürbare Ranking-Bewegungen. Drittanbieter-Tools und SEO-Diskussionen deuteten ebenfalls auf ungewöhnliche Verschiebungen hin. Das passt zu den Tracker-Daten: unruhig, aber nicht dramatisch.
AI Search ist das größere Thema
Im Mittelpunkt steht heute nicht die klassische Blue-Link-SEO. Es geht darum, wie AI-Systeme Informationen auswählen, zitieren und wiedergeben. Search Engine Journal berichtete über einen Ahrefs-Test, laut dem schema markup, also der Code im Hintergrund zur Kennzeichnung von Seiteninhalten, die Zahl der AI-Zitate nicht spürbar erhöht hat, zumindest bei Seiten, die ohnehin schon zitiert wurden. Heißt konkret: Schema hilft Maschinen weiter beim Verstehen Ihrer Seite, ist aber kein Schalter für mehr AI-Sichtbarkeit.
Search Engine Land kam aus einer anderen Richtung zur gleichen Warnung: Veraltete oder negative Wikipedia-Inhalte können durch AI-Antworten zusätzlich verstärkt werden, besonders wenn Nutzer Zusammenfassungen vertrauen, ohne weiterzuklicken. Marken sollten deshalb nicht nur ihre Rankings im Blick behalten, sondern auch prüfen, was AI-Tools über sie ausgeben.
Search-Features verändern sich weiter
In den offiziellen Search Central-Dokumenten von Google steht jetzt, dass FAQ rich results seit dem 7. Mai nicht mehr in der Search erscheinen. Reporting in Search Console und die Test-Unterstützung werden später ebenfalls eingestellt. Search Engine Land und Search Engine Roundtable bestätigen die praktische Konsequenz: Wenn FAQ-Markup nur für mehr Google-Sichtbarkeit eingebaut wurde, bringt es diesen speziellen Ergebnistyp nicht mehr.
Gleichzeitig testet Google umfangreichere Discover publisher pages mit Links, fixierten Beiträgen und stärkeren Branding-Elementen. Für Publisher entwickelt sich Discover damit eher zu einer kompakten Profilseite als nur zu einem Platz im Feed.
Was jetzt sinnvoll ist
Beobachten Sie Ihre Rankings, aber reagieren Sie nicht über auf Tagesausschläge. Prüfen Sie in Search Console die Seiten, die bisher von FAQ rich results profitiert haben. Kontrollieren Sie außerdem die AI-Antworten zu Ihrer Marke und stellen Sie sicher, dass Ihre wichtigsten Aussagen klar, aktuell und durch vertrauenswürdige Quellen belegt sind.