Spam Update prägt weiter die Lage
Googles Spam Update vom September 2026 ist aktuell der wichtigste Einflussfaktor in der Suche. Es startete am 24. September um 9:15 Uhr PDT, gilt weltweit für alle Sprachen und kann laut Googles Search Status Dashboard bis zu zwei Wochen laufen. Search Engine Land und Search Engine Journal ordnen es als viertes Spam Update des Jahres 2026 ein. Search Engine Roundtable weist zudem darauf hin, dass der längere Rollout im Vergleich zu den kürzeren Spam Updates aus März, Juni und August ungewöhnlich ist.
Rankings bewegen sich, aber nicht gleichmäßig
Das Bild bei der Volatilität ist uneinheitlich. Anfang September waren die Rankings noch relativ ruhig, dann wurde es zwischen 17. und 20. September spürbar unruhiger. Danach entspannte sich die Lage kurz, bevor die Ausschläge vom 23. bis 26. September wieder zunahmen. Der Höchstwert lag gestern bei 7,6 von 10. Der heutige Wert von 6,4 von 10 ist noch unvollständig und sollte deshalb nicht als final gelten. Search Engine Roundtable meldete außerdem deutliche Ranking-Schwankungen rund um den 23. und 24. September, also direkt vor und während der Ankündigung des Spam Updates.
Search Console wird visueller
Google hat außerdem in Search Console einen neuen multimodalen Suchfilter eingeführt. Er zeigt Traffic aus bildbasierten Suchen wie Google Lens, Circle to Search, Bilduploads und Chrome „Search this image“. Das ist besonders relevant für Händler, lokale Unternehmen, Publisher und alle, deren Produkte oder Standorte visuell entdeckt werden. Search Engine Journal nennt aber auch die Einschränkung: Sie sehen Daten auf Seitenebene, aber nicht den genauen Suchbegriff.
Was jetzt sinnvoll ist
- Überarbeiten Sie Seiten während des Rollouts nicht vorschnell.
- Prüfen Sie in Search Console, ob es ab dem 24. September zu Rückgängen kommt.
- Kontrollieren Sie dünne, kopierte, automatisch erzeugte, irreführende oder als Doorway Pages angelegte Inhalte.
- Optimieren Sie Produktbilder, Dateinamen, Alt-Texte und die visuelle Eigenständigkeit Ihrer Inhalte.
Unterm Strich ist die Lage alles andere als ruhig. Saubere Websites sollten vor allem beobachten. Wer sich auf fragwürdige Abkürzungen stützt, steht eher im Risikobereich.