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6 Millionen KI-Seiten von Facebook stellen die Spam-Regeln von Google auf die Probe

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6 Millionen KI-Seiten von Facebook stellen die Spam-Regeln von Google auf die Probe

KI-Seiten von Facebook fluten die Google-Suche

Das meistdiskutierte Thema der letzten 48 Stunden in der SEO-Szene betrifft Facebook, keine kleine Spam-Website. Am 5. November fiel auf, dass Facebook Answers aus KI-generierten Seiten besteht. Die Antworten werden aus Facebook-Beiträgen und -Seiten zusammengestellt und anschließend zur Indexierung durch Google und andere Suchmaschinen freigegeben. Google hat inzwischen über 6 Millionen dieser Seiten indexiert, und sie erzielen Rankings. Laut Schätzungen von Semrush stiegen die Google-Zugriffe auf das Verzeichnis innerhalb von drei Monaten von 1 auf 40,6 Millionen.

Glenn Gabe und andere sprechen von einem klassischen Fall von scaled content abuse: massenhaft produzierten Seiten, die Rankings abgreifen sollen. Das ist bislang Gabes Einschätzung. Google hat dazu keine Stellung bezogen. Dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird, lässt sich kaum übersehen. Kleinere Websites werden für genau solche Praktiken abgestraft. Erst kürzlich hat Google zudem seine Dokumentation ergänzt: Sämtliche KI-Inhalte sollen redaktionell geprüft und einem Faktencheck unterzogen werden. Bleibt Google untätig, haben Publisher allen Grund zu fragen, für wen diese Regeln eigentlich gelten.

Rankings kommen nicht zur Ruhe

Seit einem Monat schwanken die Suchergebnisse stark. Die Volatilität liegt seit Anfang Oktober im mittleren bis hohen Bereich (etwa 6 bis 8 von 10), mit insgesamt steigender Tendenz. Der erste Wert für heute liegt bei 7,4. Besonders starke Ausschläge melden Semrush, Wincher und Accuranker. Das deckt sich mit den Beobachtungen aus der SEO-Szene: Am 20. und 21. Oktober sowie erneut am 24. Oktober gab es heftige Schwankungen und viele Diskussionen. Ein bestätigtes Update als Erklärung fehlt weiterhin.

Zwei technische Kurzmeldungen

  • Ungewöhnlicher Klickanstieg in der Search Console: Einige Websites verzeichneten diese Woche einen auffälligen Anstieg der Klicks. Dahinter könnte ein Fehler stecken. Freuen Sie sich also nicht zu früh.
  • Fehlerhafte Seiten können in den Suchergebnissen bleiben: Laut Gary Illyes von Google kann die Google-Suche wichtige URLs, die Fehler zurückgeben, „vorübergehend davor schützen, sofort aus dem Index zu fallen“. Solche Seiten erscheinen allerdings ohne Snippet, ohne Favicon, ohne alles. Das kostet Klicks.

Was jetzt zu tun ist

Black Friday am 27. November und Cyber Monday am 30. November stehen bevor. Prüfen Sie, ob Ihre wichtigsten Produkt- und Leistungsseiten fehlerfrei laden und Ihre Produktdaten stimmen. Beobachten Sie die Entwicklung über eine ganze Woche, statt auf die Ranking-Schwankungen einzelner Tage zu reagieren.

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