AI-Richtlinien stehen im Mittelpunkt
Das prägendste SEO-Thema derzeit ist die Abkühlung rund um den AI-Hype. Search Engine Roundtable greift heute Googles neue Empfehlungen zur Optimierung für generative AI auf, nachdem Google sie am Freitag, 15. Mai veröffentlicht hat. Search Engine Land, Search Engine Journal und auch das Update in Google Search Central senden dieselbe Botschaft: Für AI Overviews und AI Mode gilt weiterhin klassisches SEO, keine eigene Wunderdisziplin namens AEO oder GEO.
Die Prognose für "AI SEO Hacks" hat sich eingetrübt
Googles offizielle Anleitung ist deutlich: Website-Betreiber brauchen kein llms.txt, kein spezielles AI-Markup, kein Content-"Chunking" und auch keine umgeschriebenen Seiten nur für AI-Systeme. Die nützlichen Empfehlungen sind deutlich unspektakulärer, aber relevanter: originäre Inhalte mit echter Erfahrung veröffentlichen, Seiten crawlbar halten, normales Structured Data dort einsetzen, wo es Rich Results unterstützt, und lokale oder ecommerce-relevante Informationen über Business Profiles und Merchant Center sauber pflegen.
Das sind schlechte Aussichten für Agenturen, die Abkürzungen als Paket verkaufen. Für Website-Betreiber, denen eine komplett neue technische Infrastruktur für Sichtbarkeit in AI-Antworten eingeredet wurde, ist das hingegen eine gute Nachricht.
Die Bedingungen in der SERP beruhigen sich
Die Rankings waren vom 5. Mai bis 17. Mai moderat unruhig, mit dem Höchstwert von 6,9/10 am 9. Mai. Der heutige Zwischenstand liegt bei 4,3/10. Da bisher nur 7 von 12 Anbietern Daten gemeldet haben, ist das eher ein früher Hinweis als ein belastbarer Endstand. Die Tendenz zeigt nach unten, aber von Stillstand kann keine Rede sein.
Search Engine Roundtable hat außerdem beobachtet, dass Google in Live-Ergebnissen Labels wie "updated by AI" testet. Auch das spricht dafür, dass Google AI weiter direkt in die Suchergebnisse integriert.
Was Sie jetzt tun sollten
Jagen Sie diese Woche keinen AI-Tricks hinterher. Prüfen Sie Ihre wichtigsten Seiten auf klare Struktur, echte Fachkenntnis, nützliche Medien, Crawlability und unnötige Duplikate. Wenn eine Seite nur wiedergibt, was ohnehin überall steht, liegt genau dort das Risiko.