Stabile Rankings, unübersichtliche Suchergebnisse
Bei Google ist es heute vergleichsweise ruhig: Der vorläufige Volatilitätswert liegt bei 3,6/10, und der abgeschlossene Trend hat sich seit der moderaten Phase vom 1. bis 4. September kontinuierlich abgekühlt. Für die meisten Website-Betreiber gibt es also keinen Grund, heute nervös den rank tracker zu aktualisieren. Die spannendere Entwicklung ist nicht Ranking-Chaos, sondern etwas anderes: Suchergebnisse lassen sich immer schwerer sauber messen.
Search Engine Roundtable berichtete heute, dass Google’s John Mueller erklärt hat, das frühere Modell von „Position 1-10“ lasse sich immer schwerer eindeutig abbilden. Der Grund: In den Ergebnissen erscheinen inzwischen AI Overviews, Feature-Blocks, People Also Ask und weitere interaktive Elemente. Heißt konkret: Eine schlechtere „durchschnittliche Position“ in Search Console muss heute nicht mehr dasselbe bedeuten wie noch vor einigen Jahren. Beobachten Sie Klicks, Impressionen und Conversions im Zusammenhang, nicht nur das Ranking.
AI und regionale SERPs bleiben in Bewegung
Search Engine Journal griff ein neues Ranking-Research-Paper von Google DeepMind auf, in dem es um Autoregressive Ranking geht, ein experimentelles Modell, das Dokumente mit einem LLM-ähnlichen System direkter bewerten könnte. Das ist Forschung, kein live ausgespieltes Ranking-Update. Trotzdem zeigt es klar, wohin die Entwicklung geht: Google arbeitet auf Ranking-Systeme hin, die Relevanz tiefer erfassen, statt nur Keywords abzugleichen.
Parallel dazu hat Google in der offiziellen Search Central Dokumentation am 8. September einen Hub für regionale Search-Features ergänzt. Aufgeführt werden dort Funktionen für den EWR, Türkiye und Südafrika, darunter Aggregator-Einheiten, Anbieter-Einheiten, Carousels sowie Anforderungen an strukturierte Daten. Search Engine Journal und Search Engine Land bringen das beide mit Google’s EWR-Neugestaltung im Rahmen des Digital Markets Act in Verbindung. Wenn Ihr Unternehmen Reisen, Produkte, Hotels, Flüge oder lokale Dienstleistungen in Europa verkauft, sollten Sie die Voraussetzungen jetzt prüfen.
Was Sie jetzt tun sollten
- Prüfen Sie Search Console-Trends, nicht nur Rankings.
- Sehen Sie sich Seiten an, die zuletzt von spam update-Turbulenzen betroffen waren, vor allem bei dünnen oder massenhaft produzierten Inhalten.
- Lokale Unternehmen sollten nach dem heutigen Bericht zum Maps-Telefonnummern-Betrug die Fotos im Google Business Profile kontrollieren.