Regeln zur Site-Reputation in Europa angepasst
Für Bewegung sorgte in den letzten 24 bis 48 Stunden vor allem Googles Änderung vom 28. August an der Richtlinie zu site reputation abuse, oft als parasite SEO bezeichnet. Ab 30. August wirken sich manuelle Maßnahmen zu dieser Richtlinie auf Suchergebnisse außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums aus, innerhalb des EWR jedoch nicht. Im EWR kann Google den fraglichen Bereich einer Website stattdessen stärker vom Hauptdomain trennen, sodass er sich im Ranking eher aus eigener Kraft behaupten muss. Google begründete das mit Gesprächen mit der Europäischen Kommission. Search Engine Land und Search Engine Journal werten das jedoch eher als regionale Trennung bei der Durchsetzung, nicht als Freibrief für ausgelagerte Gutschein-, Casino-, Affiliate- oder Marketplace-Inhalte.
Ruhige Rankings, punktuelle Probleme
Das SERP-Wetter ist größtenteils stabil. Der heutige vorläufige Volatilitätswert liegt bei 4.1/10, der letzte abgeschlossene Tag bei 4.9/10. In der vergangenen Woche gab es kurze Ausschläge auf 5.2 am 23. August und 5.3 am 27. August, inzwischen liegt das Muster aber wieder im normalen Bereich. Search Engine Roundtable meldete zudem ein kurzes Google indexing or serving issue am 28. August, bei dem sehr frische News-Inhalte zeitweise nicht wie gewohnt erschienen. Daneben gab es einen separaten Sichtbarkeitsverlust bei der IRS, der möglicherweise durch zu striktes Bot-Blocking ausgelöst wurde.
Signale für Betreiber kleiner Websites
Google Search Central hat seine Dokumentation am 28. August ebenfalls aktualisiert, um die unterstützten favicon-Dateiformate klarer zu benennen und die Änderung an der Site-Reputation-Richtlinie zu bestätigen. Für Publisher ist der praktischere Hinweis aber weiterhin der Preferred Sources button. Search Engine Journal weist darauf hin, dass er die Hürde senken kann, Leser zum Hinzufügen einer Publikation zu bewegen, auch wenn er nicht allgemein für bessere Rankings sorgt.
Unterm Strich
Prüfen Sie alle Inhalte von Dritten, die auf Ihrer Domain liegen. Wenn nicht klar ist, wer sie erstellt, redigiert, kennzeichnet und wie sie in die Website eingebunden sind, wird daraus schnell ein Risiko. Für die meisten anderen Websites wirken die Rankings ruhig genug, um auf hektische Änderungen zu verzichten.