Rankings bleiben unruhig
Die Google-Suchergebnisse schwanken weiter wie bei wechselhaftem Sommerwetter. Search Engine Roundtable berichtet über ein unbestätigtes Ranking-Beben, das spät am 23. Juli begann, sich am 24. Juli verschärfte und über das Wochenende anhielt. Dazu kamen deutliche Ausschläge bei den Trackern und Stimmen aus der SEO-Community zu Traffic-Verlusten, starken Schwankungen und schwachen Conversions.
Unser Volatilitätsbild passt dazu: Die abgeschlossenen Werte liegen seit dem 14. Juli konstant im mittleren bis hohen Bereich. Der Höchststand lag am 19. Juli bei 7,2/10, bis zum 26. Juli bewegten sich die Werte dann bei 6,6 bis 6,8. Der heutige Wert von 5,4/10 ist nur vorläufig, er basiert erst auf 6 von 12 Anbietern. Entwarnung wäre also verfrüht.
Review-Markup wird strenger
Die klarste offizielle Änderung betrifft Review-Snippets, also die Sternbewertungs-Erweiterungen, die Google in der Suche anzeigen kann. Im Changelog von Google Search Central steht, dass am 24. Juli eine Richtlinie zu gefälschten und nicht offengelegten incentivierten Reviews ergänzt wurde, „um die Transparenz von Nutzerbewertungen zu verbessern“. Search Engine Roundtable und Search Engine Land haben das Update ebenfalls aufgegriffen. SEJ weist außerdem darauf hin, dass in solchen Fällen auch das Risiko einer manuellen Maßnahme steigen kann.
Klar gesagt: Wenn Reviews gekauft wurden, gegen Rabatte getauscht, automatisch erzeugt sind oder nicht auf echter Erfahrung beruhen, sollten sie nicht für Google-Sterne ausgezeichnet werden. In der Dokumentation schließt Google solche Reviews jetzt ausdrücklich aus, ebenso wie nicht klar gekennzeichnete incentivierte Bewertungen.
Dünne Inhalte im Blick behalten
SEJ berichtet heute außerdem über ein Forum, das eine partielle manuelle Maßnahme wegen dünner Inhalte erhalten hat. In der SEO-Szene wird vermutet, dass massenhaft AI-generierte Forenantworten dazu beigetragen haben könnten. Das ist kein Beleg für eine generelle AI-Abstrafung. Die Lehre daraus ist trotzdem klar: Inhalte brauchen echten Nutzen für Menschen, nicht endlose automatisch erzeugte Fülltexte.
Was Sie jetzt tun sollten
Prüfen Sie Ihr Review-Markup, kennzeichnen Sie Anreize eindeutig und stoppen Sie jede skalierte AI-Publishing-Strategie, die keine Erfahrungen aus erster Hand einbringt. Wenn sich Ihre Rankings an diesem Wochenende bewegt haben, warten Sie erst noch einen weiteren Datenzyklus ab, bevor Sie größere Änderungen vornehmen.