Die Suche im EWR wird umgebaut
Das stärkste SEO-Wettersystem hängt weiter über Europa. Am 18. September hat Google Search Central seine Dokumentation aktualisiert: Aggregator Units und Supplier Units unterstützen jetzt auch lokale Suchanfragen. Klartext: Bei manchen Suchen im EWR zeigt Google offenbar neue SERP-Module mit Vergleichsanbietern und direkten Unternehmen, statt des bekannten Layouts, das viele seit Jahren beobachten. Search Engine Journal hat bestätigt, dass das lokale Bereiche wie Restaurants, Dienstleistungen und Freizeitangebote betrifft.
Search Engine Roundtable berichtet außerdem, dass kostenlose Produkteinträge und beliebte Produktkarussells im EWR weitgehend verschwunden sind. Der Platz geht stattdessen stärker an Vergleichsdienste, wohl auch wegen des Drucks durch den Digital Markets Act. Das ist keine kleine optische Anpassung. Für ecommerce-Seiten mit Fokus auf Europa können Rankings plötzlich schlechter aussehen, obwohl sich vor allem das Regal verändert hat.
Tracking-Tools könnten gerade täuschen
Roundtable weist noch auf ein weiteres Problem hin: Google scheint seit etwa 13. September mehr Scraper und Rank-Tracking-Systeme zu blockieren. Einige Tools sammeln deshalb weniger Daten. Ihr SEO dashboard kann also schlechtes Wetter zeigen, obwohl Ihr tatsächlicher Traffic stabiler läuft. Prüfen Sie Klicks und Conversions in Search Console, bevor Sie wegen Einbrüchen bei Drittanbieter-Rankings nervös werden.
AI und Merchant-Signale
Google testet außerdem in Discover einen „Dive deeper“-Button, zunächst bei Videos. Dahinter öffnen sich Themenübersichten im AI-Stil mit Links zu passender Berichterstattung. Das kann zusätzliche Sichtbarkeit bringen. In Search Console lassen sich diese Impressionen aber möglicherweise noch nicht sauber getrennt ausweisen.
Für Händler gibt es ebenfalls Neues: Search Engine Land berichtet, dass sich Produktbewertungen im Merchant Center jetzt über die Merchant API verwalten lassen. Damit lassen sich Review-Feeds einfacher automatisiert und in größerem Umfang pflegen.
Unterm Strich
- Wenn Sie in Europa verkaufen oder dort Kunden bedienen, prüfen Sie Ihre Sichtbarkeit im EWR getrennt.
- Behandeln Sie Rank-Tracker diese Woche mit Vorsicht.
- Halten Sie Produktdaten, Bewertungen, lokale Angaben und strukturierte Daten sauber.