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Rankings in Aufruhr, Search Console mit Aussetzern

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Rankings in Aufruhr, Search Console mit Aussetzern

Ranking-Schwankungen im roten Bereich

Seit einem Monat kommen die Rankings nicht zur Ruhe. Jetzt spitzt sich die Lage zu. Unser Tracker zeigte für die Google-Ergebnisse den gesamten Oktober über mittlere bis starke Schwankungen (etwa 6 bis 8 von 10). Gestern stieg der Wert auf 8,0, heute liegt er bislang bei 8,1. Der heutige Wert ist noch vorläufig, da noch nicht alle Anbieter Daten geliefert haben. Die Messungen gehen deutlich auseinander: SimilarWeb und Wincher melden jeweils 10/10, während Algoroo und Advanced Web Ranking ruhige Tage anzeigen. Auch in der Community häuften sich die Meldungen am 20. und 21. Oktober sowie erneut am 24. Oktober. Am 27. Oktober gab es dann einen besonders deutlichen Ausschlag. Google hat keine dieser Schwankungen bestätigt.

Die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen. Seit September liefert Google einigen Ranking-Tools verfälschte Ergebnisse, sogenannte „poisoned SERPs“. Der Rank-Tracker Nozzle hat 27,5 Millionen SERPs aus 49 Ländern untersucht. Ab dem 13. September waren 8,0 % davon verfälscht, zuvor waren es 0,17 %. Das heißt: Wenn Rankings in Drittanbieter-Tools plötzlich springen, kann das an fehlerhaften Suchergebnissen liegen. Die tatsächlichen Positionen bei Google müssen sich deshalb nicht verändert haben.

Auch auf die Search Console ist nicht ganz Verlass

Eigentlich sollte die Search Console als verlässliche Gegenprobe dienen. Doch auch dort gibt es ein Problem: Der Leistungsbericht zeigt für einige Websites seit ein paar Tagen einen ungewöhnlichen Anstieg der Klicks. Nicht alle Websites sind betroffen, möglicherweise steckt ein Fehler dahinter. Search Engine Land fiel dabei eine Unstimmigkeit auf: Bei manchen Websites zeigt die API den Anstieg, die Weboberfläche der Search Console dagegen nicht. Ein SEO wies zudem darauf hin, dass die zusätzlichen Klicks offenbar nicht zu mehr tatsächlichen Besuchen auf der Website geführt haben. Für Jubel ist es also noch zu früh.

Zwei kleinere Änderungen im Überblick

  • Google hat den Hilfetext zu „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“ überarbeitet. Darin steht nun, dass diese Meldung bei vielen Websites vorkommt und nicht unbedingt auf ein Problem hinweist, um das man sich kümmern muss. Anders gesagt: Google hat die Seite gelesen und sich entschieden, sie nicht in die Suche aufzunehmen. Das ist normal und keine Abstrafung. Ein neuer Indexierungsalgorithmus wurde damit ebenfalls nicht angekündigt.
  • Ein Lighthouse-Update verändert, wie PageSpeed Insights Ladezeiten testet. Dadurch können die Laborwerte steigen, obwohl an den Seiten nichts geändert wurde.

Was Sie jetzt tun sollten

  • Bevor Sie auf einen Ranking-Verlust reagieren, suchen Sie Ihre wichtigsten Begriffe selbst in einem privaten Browserfenster.
  • Beurteilen Sie die Leistung anhand tatsächlicher Besuche und Verkäufe in Ihrer Webanalyse, nicht anhand der Klickzahlen in der Search Console.
  • Wenn Ihr PageSpeed-Wert plötzlich besser ausfällt, kann das am neuen Testverfahren liegen und nicht an Ihren Änderungen.
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